Pressestimmen

 

Sänger begeistern ihr Publikum
Podiums-Veranstaltung der Gesangsklasse Ursula Bauer im Römersaal

Artikel „Trierischer Volksfreund“ vom 29.06.2017

 

 

 

Foto: Alex Monvel

 

 

Unter dem Motto “Podium – die Sängerinnen und Sänger stellen sich vor“- hatte die Gesangsklasse von Ursula Bauer kürzlich in den Römersaal der Vereinigten Hospitien Trier eingeladen. In dieser Abschlussveranstaltung vor der Sommerpause nahmen die Sängerinnen und Sänger unterschiedlichster Alters- und Ausbildungsstufen die Gelegenheit wahr, sich vor Publikum zu erproben. Und das mit großem Erfolg: die Gesangsklasse konnte mit einem abwechslungsreichen Programm überzeugen, und das Publikum in den vielfältigsten Stilrichtungen begeistern.

Moderator war Alexander Kotz, am Flügel begleitete Ursula Bauer.

Langanhaltender Applaus im vollbesetzten Saal.

 

 


 

 

Neun mal Paul Potts und ein Trierer Weltstar
Opernsänger Franz Grundheber singt mit Trierer Nachwuchskünstlern im Kurfürstlichen Palais

 
  In prächtiger Kulisse singt Franz Grundheber zusammen mit der Sopranistin Bettina Schmidtke-Surges
als Zugabe aus Mozarts „Zauberflöte“ das Duett von Papageno und Pamina. TV-Foto: Stefanie Braun


  (Trier) Der weltbekannte Opernsänger und gebürtiger Trierer gibt bei einem Abend mit einer
Trierer Gesangsklasse nicht nur Anekdoten aus seinem Leben und seiner Karriere, sondern auch
handfeste Tipps für den Nachwuchs zum Besten.
Artikel "Trierischer Volksfreund" vom 07.11.2016 von Stefanie Braun

Trier. „Schu-Schuhu“, Franz Grundheber legt Daumen und Zeigefinger aufeinander, als wolle er die Schwierigkeit dieser Silben aus der Luft zupfen, um sie der jungen Sopranistin zu präsentieren. Sie müsse das S-C-H mehr betonen, weniger Druck auf dem U. Bettina Schmidtke-Surges nickt, sie hat verstanden. Es ist Freitag, 4. November, 18 Uhr: Generalprobe. Bis zum Liederabend morgen gibt es noch viel zu tun. Dennoch lässt Grundheber es sich nicht nehmen, jedem Sänger ein Feedback zu seinem Beitrag zu geben.

Franz Grundheber wird zusammen mit der Gesangsklasse von Ursula Bauer im Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais zu sehen sein. Die Schüler singen, er erzählt aus seinem Leben und seiner Karriere. Organisiert von der Dieter-Lintz-Stiftung hat der Abend vorrangig den Zweck, „den Stiftungsgedanken zu erfüllen, Talente zu fördern und Menschen zusammenzubringen“, sagt Margret Möllenkamp-Lintz, die Witwe von Dieter Lintz und Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung.
Es ist Samstag, 5. November: Der große Tag ist gekommen. Die Sänger haben sich die Tipps zu Herzen genommen, betonen Silben anders, nehmen etwas Druck aus der Stimme, lassen sich Zeit zum Stillsein und Spielen. Sie präsentieren eine abwechslungsreiche Liederpalette: Unter anderem Franz Schuberts „Frühlings-traum“ (Carsten Emmerich), Mozarts „Papagena, Weibchen, Täubchen“ (Helmut Marmann) oder auch die „Habanera“ von Carmen (Magdalena Piatek-Hontheim). Bei „Als Büblein klein an der Mutter Brust“ aus der Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ können Bassist Horst May und seine Schul-Kollegen zudem ihr schauspielerisches Talent unter Beweis stellen.
Auch während des Konzerts gibt Grundheber noch Fingerzeige, falls die Sänger vergessen haben, wohin sie schauen sollen, und räumt Stühle von der Bühne, damit sie die einstudierten Wege gehen können. Alles muss sitzen. Er ist Profi durch und durch.
Der 79-Jährige sang an allen großen Opernhäusern der Welt und hat seine Heimat dabei doch nie vergessen: Trier, oder präziser, Trier-Biewer. Mit 18 Jahren entdeckte er hier die Opernwelt für sich. Der Part eines Sängers im Trierer Theater berührte ihn so sehr, dass ihm eine Gänsehaut nach der anderen über die Arme lief. Dieser war niemand geringerer als Peter Roth-Ehrang, der selbst aus Trier stammte und ein bekannter Opernsänger wurde. Grundheber übte in dieser Nacht im Kinderzimmer, bis der Vater gegen die Zimmerwand klopfte. „Von diesem Abend an, wusste ich, dass ich Opernsänger werden wollte“, erzählt Grundheber noch in der Generalprobe.
Manfred May habe ihn dann weitergebracht, berichtet er den 100 Konzertzuschauern im Rokokosaal. Sie hatten oft gegeneinander Handball gespielt, irgendwann wuchs daraus eine Freundschaft. Grundheber bewunderte May, der in Saarbrücken damals Musik studierte, für seine Stimme. „So wie ihr Jung’, su möchte’ ich uch mal singen“, sagte er damals.
Es sind diese kleinen charmanten Anekdoten, mit denen Grundheber das Publikum in seinen Bann zieht. Einmal wurde er gefragt, was er von der Castingshow-Entdeckung Paul Potts halte, dem unscheinbaren Engländer, der mit einer Version von „Nessum dorma“ für Aufsehen sorgte. Grundhebers Antwort darauf: „Wir haben an der Mosel mindestens 25 Paul Potts in den vielen Männergesangvereinen.“ Großer Applaus – es ist eben ein Heimspiel für Grundheber. Und ein besonderer Abend für die neun Schüler aus Ursula Bauers Gesangsklasse. „Er hat 20 Minuten mit mir an meinem Lied gearbeitet,“ schwärmt Carsten Emmerich bei der Generalprobe. Der ehemalige Bankangestellte ist seit 1998 festes Mitglied des Opernchores im Theater Trier. Grundhebers Tipps werden wohl auch nach diesem Abend noch Verwendung finden.
Für die Trierer Sänger hat Grundheber ohnehin nur Lob übrig, schon bei der Probe am Freitag fragt er bei einigen, warum sie keine Profis geworden sind. Einen neuen Paul Potts hat Grundheber an diesem Abend bestimmt nicht entdeckt. Sondern gleich neun von diesem Kaliber.
Extra“Ich singe zur Eröffnung der Elbphilharmonie am 28. Januar den Moses von ‚Moses und Aaron‘ von Arnold Schönberg. Dass man mich in dem Alter dafür noch nimmt ist eine große Ehre.“ In der Eröffnungswoche der Elbphilharmonie in Hamburg werden verschiedene Konzerte stattfinden, eines gestaltet der Trierer Opernsänger Franz Grundheber. Der 79-Jährige ist seit 1966 an der Hamburgischen Staatsoper engagiert, 2006 wurde er zum Ehrenmitglied des Hauses ernannt. sbra

 

 

Ein Weltstar zu Besuch
Dieter-Lintz-Stiftung: Opernsänger Franz Grundheber tritt mit Trierer Gesangsklasse auf

Artikel „Trierischer Volksfreund“ vom 20.10.2016 von Stefanie Braun

 
(Trier/Hamburg) Er blickt auf eine internationale Karriere zurück, die ihre Anfänge in der Region nahm.
Der gebürtige Trierer Franz Grundheber kommt am Samstag, 5. November, zu einem gemeinsamen Abend
mit der Gesangsklasse von Ursula Bauer nach Trier - organisiert von der Dieter-Lintz-Stiftung.
Volksfreund-Leser können exklusiv dabei sein.
20.10.2016
Stefanie Braun

Trier/Hamburg. „Es ist DAS Highlight“, Ursula Bauer lacht am Telefon praktisch ununterbrochen. Die Aufregung der Gesangslehrerin aus Trier ist hörbar. Ein Weltstar besucht ihre Gesangsklasse: Franz Grundheber. Der gebürtige Trierer ist ein ganz Großer der Sangeskunst, von 1966 bis 1988 war er festes Ensemblemitglied der Hamburger Staatsoper, seitdem ist er freischaffend tätig. 1986 wurde er zum Hamburger Kammersänger ernannt, 2006 zum Ehrenmitglied des Hauses, und 2012 sang er zur 2000. Vorstellung an der Hamburgischen Staatsoper. 150 Rollen, 75 erste Rollen, zehn Uraufführungen gehen auf das Konto des inzwischen 79-jährigen Baritons.
Eine internationale Karriere, die ihre Anfänge in der Region nahm: Grundheber ist gebürtiger Trierer. Seiner Heimat blieb er immer verbunden, mehrfach sang er auch am Theater Trier, zuletzt in der Spielzeit 2005/2006 im „Fliegenden Holländer“. Nun besucht er die Gesangsklasse von Ursula Bauer, und mehr: „Es wird einen gemeinsamen Liederabend geben, meine Schüler singen, und Franz Grundheber erzählt zwischen den Stücken aus seiner Karriere und seinem Leben.“
Das Zusammentreffen von Weltstar und Gesangsklasse wird von der Dieter-Lintz-Stiftung organisiert. Das sei eine Riesenchance für ihre Schüler, so Bauer, von den Erfahrungen eines Sängers der alten Schule zu profitieren. Damit sei der Grundgedanke der Stiftung ja voll erfüllt, sagt Margarete Möllenkamp-Lintz. Sie ist die Vorsitzende der Dieter-Lintz-Stiftung, benannt nach dem verstorbenen TV-Redakteur Dieter Lintz, der ein begeisterter Kulturjournalist war und ihr Ehemann. „Mit der Stiftung sollen Talente gefördert und Menschen zusammengebracht werden, und dieser Abend wäre genau nach Dieters Geschmack gewesen“, sagt sie.
Grundheber hatte nach dem überraschenden Tod von Lintz im August 2014 der Idee eines Liederabends in Trier zugesagt. Möllenkamp-Lintz fiel sofort die Klasse von Bauer ein: „Dieter hat frühere Konzerte der Klasse oft moderiert und war immer begeistert.“
Vor fast einem Jahr rief sie zusammen mit dem Verein der Freunde und Förderer des kulturellen Nachwuchses der Region die Stiftung ins Leben. Nun soll es also der musikalische Nachwuchs sein, der im Sinne des Stiftungsgedankens gefördert wird: „Es geht auch darum, Mut zu haben, Dinge auszuprobieren, einfach weil sie einem Spaß machen, ohne an Geld oder Erfolg zu denken. Sich weiterentwickeln, das war Dieter wichtig.“
Auf dem Programm des exklusiven Abends stehen unter anderem: Franz Schuberts „Frühlings traum“, Gustav Mahlers „Hans und Grete“, Robert Schumanns „Der arme Peter“, Gian-Carlo Menottis „Lullaby“, Wolfgang Amadeus Mozarts „Papagena, Weibchen, Täubchen“, Carl Orffs „Schu-Schuhu, es fallen dem König die Augen zu“, Otto Nicolais „Als Büblein klein an der Mutter Brust“, Georges Bizets „Habanera“, Franz Lehárs Wolgalied, Engelbert Humperdincks „Abends, will ich schlafen gehn“.
Karten für den Abend mit Franz Grundheber gibt es nicht zu kaufen, allerdings können TV-Leser 50 x 2 Karten für die Benefiz-Gala am 5. November, 17 Uhr, im Kurfürstlichen Palais gewinnen. Einfach anrufen unter Telefon 0137 8226674 (50 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, abweichende Kosten aus dem Mobilfunk) und mit etwas Glück zwei Eintrittskarten gewinnen.Teilnahmeschluss ist Dienstag, 25. Oktober, 23 Uhr. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. red mitmachen.volksfreund.de/benefiz/

 

 
Konzert zu Ehren von Georg Schmitt
Artikel "Trierischer Volksfreund" vom 04.03.2016

(Trier) Am 11. März jährt sich der Geburtstag von Georg Schmitt, dem Komponisten des Moselliedes, zum 195. Mal. Am kommenden Sonntag findet aus diesem Anlass in der Pfarrkirche St. Martin um 16 Uhr ein Konzert statt.

Trier. Es wäre ein Fehler, Georg Schmitts Werk nur auf das Mosellied zu reduzieren. Schmitt, geboren am 11. März 1821 im Stadtteil Zurlauben (Gasthaus „Zum Mosellied“), wurde auf Grund seiner außergewöhnlichen Begabung im Alter von nur 14 Jahren als Nachfolger seines früh verstorbenen Vaters Domorganist am Trierer Dom.

Wegen Meinungsverschiedenheiten verlor er diese Stelle und ging nach seiner Militärzeit nach Paris. Als Organist von St. Sulpice in Paris und Komponist und Lehrer genoss er großes Ansehen. Die Lebensgeschichte und die Beschreibung seiner Werke sind nachzulesen in dem im letzten Jahr erschienenen Buch „Orgel und Oper – Georg Schmitt 1821 – 1900“ von Wolfgang Grandjean. Zu seinen Werken gehören Orgel- und Klavierkompositionen, Chor- und Solowerke, Bühnenwerke und vieles mehr.
Der Pianist und Organist Klauspeter Bungert, der Chorleiter Achim Müller sowie der Autor Wolfgang Grandjean versuchen seit vielen Jahren, die Kompositionen Schmitts der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. Am Sonntag, 6. März, findet aus diesem Anlass in der Pfarrkirche St. Martin um 16 Uhr ein Konzert statt, in dem dem Werk Georg Schmitts, aber auch dem Werk seiner zahlreichen Zeitgenossen, denen er Lehrer und Freund war, gedacht wird.

  

Foto: Archiv Gesangsklasse

 

Die Ausführenden sind: Mira Follmann und Bettina Schmidtke-Surges (Sopran), Kristina Steiner, Magdalena Piatek-Hontheim und Ute Arens (Mezzosopran), Simone Schmitz (Alt), Burkhard Gouverneur (Tenor), Carsten Emmerich und Gernot Surges (Bariton) und Helmut Marmann (Bass-Bariton), allesamt Mitglieder der Gesangsklasse Ursula Bauer.

Die Sänger werden von Klauspeter Bungert an der Orgel und am Klavier begleitet. Die musikalische Leitung des Konzerts hat Achim Müller. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei. Es wird um eine Spende zur Deckung der Kosten gebeten. red

 

 
Gesangsklasse begeistert
Artikel "Trierischer Volksfreund" vom 21.10.2014
  Bericht und Foto (©) von unserem Mitarbeiter Martin Möller.

(Konz)Am Eingang warteten einige Optimisten noch auf Karten-Rückläufe, während im Festsaal Kar thaus schon dichtgedrängt die Besucher saßen. 20 Jahre Gesangsklasse Ursula Bauer: Unter dem Titel „Märchen, Mythen & Magie“ boten 26 Damen und 12 Herren eine spannende Reise durch die Welt der Fantasie.

 

 

Im Bild: Ute Arens, Mitte, als böse Königin (Schneewittchen) umgeben von ihren Hofdamen

 

Das breite Spektrum der Szenen reichte vom „Erlkönig“ bis zum „Phantom der Oper“. Peter Kasper, Bass, und Fred Boden, Schlagzeug, sorgten für den rechten Schwung, und Gabriele Remer glänzte am Klavier mit einem Mammut-Begleiterprogramm. Die Zuhörer waren begeistert. (mö)/TV-Foto: Martin Möller

 

 
Im Reich der Stimme
Ursula Bauer ist seit 20 Jahren Gesangspädagigin aus Leidenschaft.
Artikel "Trierischer Volksfreund" vom 16.10.2014
Bericht und Foto (©) von unserem Mitarbeiter Martin Möller.
 

Gesangspädagogin sein bedeutet vor allem: Nicht nur die Stimme schulen, sondern den ganzen Menschen. Ursula Bauer praktiziert das seit 20 Jahren. Kommenden Sonntag,

19. Oktober, stellt sie in Konz-Karthaus erneut ihre Gesangsklasse vor.

 

 

Zusammenarbeit auf Augenhöhe:
Gesangspädagogin Ursula Bauer (rechts) übt mit Schülerin Bettina Schmidtke-Surges.

 

(Trier/Konz) Die Stimmung im sparsam möblierten Studio unter dem Dach eines Trierer Wohnhauses ist erstaunlich gelassen, ja freundschaftlich. Ursula Bauer und ihre Schülerin Bettina Schmidtke-Surges gehen entspannt miteinander um. Da stellt sich kein autoritäres Lehrer-Schüler-Verhältnis ein, sondern ein Miteinander auf Augenhöhe. Selbstverständlich gibt Ursula Bauer, die jetzt schon 20 Jahre in Trier unterrichtet, ihrer Schülerin Hinweise, Empfehlungen, korrigiert auch bisweilen. Aber Lehrerin und Schülerin arbeiten an einem gemeinsamen Ziel – eine Stimme zu entwickeln und sie dabei vor den Gefahren der Fehleinstellung und der Überanstrengung zu bewahren.
Ursula Bauer sagt es ganz offen: „Ich bin Gesangspädagogin aus Passion.“ Dabei war der Weg dahin nicht unbedingt geradlinig. Erst als die junge Studentin an der Musikakademie in Speyer an einem Meisterkurs der angesehenen Sängerin Maria Stader teilnahm, erkannte sie: Gesangspädagogik, das ist es!
An ihrem Unterricht lässt sich ablesen, dass sich Bauer mit ihrer ganzen Persönlichkeit einbringt, dass es ihr auf Sensibilität und Einfühlung ankommt, auf Nähe und Gemeinsamkeit. Auch wenn diese Praxis gelegentlich zu Enttäuschungen führt – der Erfolg gibt ihr Recht.

Derzeit betreut sie an die 50 gesangsbegeisterte Menschen. Die jüngste unter ihnen ist elf Jahre alt, der älteste über 80. „Trotz des hohen Alters immer noch eine schöne Tenorstimme“, sagt die Lehrerin. Wenn sie am Sonntag, 19. Oktober, 17 Uhr, im Kloster Konz-Karthaus ihr Jubiläumskonzert gibt, machen immerhin 38 Schülerinnen und Schüler mit. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Märchen, Mythen & Magie“, und geboten werden neben einigen Liedern vor allem Opernarien – bekannte und auch weniger bekannte. mö
„20 Jahre Gesangsklasse Ursula Bauer“, Sonntag, 19. Oktober, 17 Uhr, Festsaal Kloster Karthaus, mit Mitgliedern der Gesangsklasse, Gabriele Remer (Klavier), Peter Kasper (Kontrabass), Fred Boden (Schlagzeug). Gesamtleitung: Ursula Bauer. Restkarten erhältlich in der Konzer Buchhandlung Kolibri.

 

 
Ein bunter Teppich, aus Tönen gewebt
Artikel "Trierischer Volksfreund" vom 25.09.2012
 Bericht und Foto (©) von unserem Mitarbeiter Jürgen Boie.

„Es tönen die Lieder“: Der Titel war Programm im Konzert der Gesangsklasse Ursula Bauer im Kloster Karthaus. 18 Schülerinnen und Schüler der Trierer Gesangspädagogin begeisterten das Publikum im vollen Festsaal mit

Abend-, Wiegen- und Volksliedern.

 

 

Die Magd (Ute Arens) betört mit Charme und Unschuld und der Werbende (Michael Molter) zückt den Ring.

 

Konz-Karthaus. Das Liedgut jenseits von Klassik und Pop ist ein Genre, das allmählich seinen Platz im musikalischen Leben zurückerobert. Hochrangige Komponisten wie Johannes Brahms, Franz Schubert oder Robert Schumann haben sich neben ihren Orchester- und Kammermusikkompositionen auch dem Volkslied gewidmet und Melodien kreiert, die nach wie vor zum hiesigen Kulturgut gehören.

Bei „Guten Abend, gut’ Nacht“ oder Schlaf, Kindchen, schlaf“ hat jeder sofort die Melodie im Ohr. Gesangspädagogin Ursula Bauer hatte mit ungefähr der Hälfte ihrer derzeitigen Schülerinnen und Schülern ein Programm zusammengestellt, das sich rund um dieses Liedgut bewegte.

Neben Solodarbietungen gab es auch zahlreiche Chorweisen. „Alle meine Schüler singen auch in Chören, insofern brauchten wir nur wenige Proben, um diesen Gesamtklang hinzubekommen“, freute sich Ursula Bauer über das ausgezeichnete Zusammenwirken ihrer Schüler. Bauers Schüler, zwischen 16 und 59 Jahren alt und ausschließlich Amateure, die aus reiner Freude an der Musik singen, sind, wenn sie die Bühne betreten, in der Regel schon einige Jahre bei ihr in der Ausbildung. Der Erfolg war hörbar. Moderator Dieter Lintz stellte begeistert fest, dass das Qualitätsniveau sehr hoch sei.

Wesentlich zum sehr guten Gelingen trug auch die Klavierbegleitung von Gabriele Remer bei. Remer hielt stets engen Kontakt zu den Solisten beziehungsweise zur Dirigentin Bauer bei den Ensemble-Stücken und schuf so den Teppich, auf dem die Sänger sicher laufen konnten. Exzellent, wie sie sich in Dynamik und Tempo an die Bedürfnisse der Vokalisten anpasste. Dass zum Teil neben dem Gesang auch schauspielerische Einlagen den musikalischen Inhalt unterstützten, trug ein gutes Stück zur großen Begeisterung im Publikum bei. Langanhaltender Beifall und zwei Zugaben rundeten einen äußerst unterhaltsamen Nachmittag wunderbar ab. jbo

 

 
Von Freud und Leid der Sänger
Artikel "Trierischer Volksfreund" vom 26.10.2009
 Von unserer Mitarbeiterin Anita Lozina

Die 32 Sänger unterscheiden sich in Alter, Geschlecht und Beherrschung sängerischer Schwierigkeitsgrade und haben eines gemeinsam: Sie alle wurden von Ursula Bauer unterrichtet. Deren Gesangsklasse hat zu ihrem 15-jährigen Bestehen im Kloster Karthaus ein Konzert unter dem Motto „Von Musik und Gesang – mal ernst, mal heiter“ gegeben.
Konz. 15 Jahre unterrichtet Ursula Bauer bereits Frauen und Männer unterschiedlichen Alters in einer der schönsten Künste: dem Gesang. Aus diesem Anlass hat ihre Gesangsklasse vergangenen Sonntag ein Konzert im Kloster Karthaus gegeben. Unter dem Thema „Von Musik und Gesang – mal ernst, mal heiter“ zeigten 32 Schüler Bauers, was sie durch ihren Unterricht gelernt haben.

 

 

© Foto: Anita Lozina / Trierischer Volksfreund

 

Heitere Stücke sorgen für Jubel beim Publikum

Der rote Faden des Abends war das Thema „Freud und Leid der Musiker“ – unzählige Komponisten haben sich dieses Themas angenommen. Es gab also genug Auswahlmöglichkeiten, und die Sänger nutzen diese auch: Lustige und dramatische Werke, verschiedene Stile und Epochen wechselten sich ab. Dabei sorgten besonders die heiteren Stücke für Jubel beim Publikum. Carsten Emmerich überzeugte so nicht nur mit seiner Stimme, sondern auch mit schauspielerischem Talent als besserwisserischer Schulmeister in Georg Philipp Telemanns gleichnamiger Kantate. Die zwei Sopranistinnen Monika Hecken und Monika Weber lieferten sich einen überzeugenden Kleinkrieg in Wolfgang Amadeus Mozarts „Ich bin die erste Sängerin!“ aus „Der Schauspieldirektor“. Ebenfalls einen Kleinkrieg – wenn auch auf noch naiverer Ebene – konnte das begeisterte Publikum zwischen Marion Weber und Hendrik Wisbar beobachten, die sich bei „Alles was du kannst, das kann ich viel besser!“ aus Irving Berlins Musical „Annie get your gun“ stimmlich duellierten. Als stürmische Putzfrau, die von großer Karriere träumt, brillierte Monika Hecken in „Spiel ich die Unschuld vom Lande“ aus Johann Strauss’ Operette „Die Fledermaus“, die kurzerhand den Moderator der Veranstaltung, TV-Redakteur Dieter Lintz, in ihren Auftritt einbettete – und damit die Lachnerven der Zuschauer punktgenau traf.

Das Publikum war begeistert. "Mir haben besonders die sich streitenden Sängerinnen gefallen", sagt Helena Ries
aus Gusterath. "Es war aber auch insgesamt super, einfach ein ganz toller Abend!"


 
Alte Schlager und Filmmelodien in Konz
 "Wir machen Musik"
Artikel in "Trierischer Volksfreund" vom 08.02.06
 Im Kloster Karthaus in Konz erklingen am Sonntag Evergreens.

(red) Vier Solisten der Gesangsklasse Ursula Bauer präsentieren am Sonntag, 12. Februar, um 17 Uhr im Festsaal Kloster Karthaus in Konz ein Konzert mit alten Schlagern und Filmmelodien unter dem Motto „Wir machen Musik“. In ein- und mehrstimmigen Arrangements erklingen Evergreens u.a. wie: „Ich brech’ die Herzen der stolzesten Frau’n“, „Ich tanze mit Dir in den Himmel hinein“, „Für eine Nacht voller Seligkeit“ und „Wochenend und Sonnenschein“. Konzeption, Bearbeitung und Einstudierung des Programms liegen in den Händen der Trierer Gesangspädagogin Ursula Bauer. Als Gesangssolisten wirken mit: Monika Hecken (Sopran), Monika Weber (Sopran), Carsten Emmerich (Bariton) sowie Tim Heisse (Bass-Bariton). Sie werden begleitet von Christian Hill (Klavier), Peter Kasper (Kontrabass) und Fred Boden (Schlagzeug). Der Eintritt ist frei.

 

 
Musik die ankommt
Artikel "Trierischer Volksfreund" vom 13.02.2006

KONZ. „Wir machen Musik“: Unter diesem Motto gestalteten Solisten der Trierer Gesangsklasse von Ursula Bauer ein Programm mit alten Schlager- und Filmmelodien. Sie konnten einen immensen Erfolg verbuchen.
Von unserem Redakteur
DIETER LINTZ
Unverhofft kommt oft. Da wird zu einem Konzert an einem ganz gewöhnlichen Sonntagnachmittag ins Kloster Karthaus eingeladen. Und plötzlich strömen Menschenmassen in den kleinen Klostersaal, dass die Stühle nicht reichen und selbst die Stehplätze so knapp werden, dass sich mit einem Platz im Flur begnügen muss, wer nicht mindestens 20 Minuten vor Beginn da war.
Woran mag’s liegen? Dass die Veranstaltung keinen Eintritt kostet? Dagegen sprechen die vielen Geldscheine, die sich nachher in den Spendenboxen für einen freiwilligen Obolus stapeln. Die professionelle Werbung? Das haben andere auch schon versucht, mit weit weniger durchschlagendem Erfolg. Wahrscheinlich ist es das reizvolle Programm, das sich eines fast brach liegenden Genres annimmt: Filmmelodien aus den 30er-Jahren, von Peter Kreuder, Robert Stolz, Michael Jary und vielen anderen großen Komponisten der leichten Muse. Schöne, oft augenzwinkernde, meist schmalzfreie Schlager, Evergreens, denen – mal zu Recht, mal zu Unrecht – das Stigma der Durchhaltefilme jener Zeit anhaftet. Und die doch unüberhörbar Kinder sind der wilden, freien Berliner Cabaret-Jahre vor Beginn der Nazi-Barbarei.
Ein ideales Betätigungsfeld für die Gesangsschüler von Ursula Bauer, bietet sich doch ein dankbares Repertoire an, mit dem man sich profilieren kann, ohne risikoreich über stimmliche Grenzen hinaus zu gehen. Das Quartett Monika Hecken, Monika Weber, Carsten Emmerich und Tim Heisse spielt die kleinen Geschichten, die sich hinter den Schlagern verbergen, szenisch mit viel Spaß an der Freude aus, zeigt sich gesanglich versiert und dokumentiert, dass die langjährige Tätigkeit im Chor und Extrachor des Trierer Theaters den Protagonisten eine bemerkenswerte Bühnen-Souveränität beschert hat.
Bejubelte Edelsteine.
Da werden viele Stücke zu kleinen, vom Publikum bejubelten Edelsteinen: Robert Stolz’ „Auch du wirst mich einmal betrügen“ und Walter Kollos „Zwei in einer großen Stadt“ mit durchaus melancholischen Untertönen, das kecke „Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln geh’n“, Jarys unverwüstliches „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“ oder Kreislers gemeiner, aber nicht ganz unzutreffender „Musikkritiker“.

Für den musikalischen Hintergrund hat man sich mit Peter Kasper (Kontrabass) und Fred Boden (Schlagzeug) zwei vorzügliche Allrounder vom Philharmonischen Orchester ausgeliehen, aber staunen macht vor allem Christian Hill am Klavier. Ein 21-Jähriger, der mit einem Gefühl für das Zeitkolorit der Musik spielt, als wäre er mit den 70 Jahre alten Melodien groß geworden.
Am Ende jede Menge Beifall. Das Programm taugt für wesentlich mehr als ein einmaliges Gesangsklassen-Präsentationskonzert. Und nicht nur Konz hat einen schönen Saal, der sich über eine gelegentliche Überfüllung freuen würde.

 

 
Podium Junger Künstler
Artikel "Trierischen Volksfreund" vom 02.05.2005
 

(red) Unter dem Motto „La Région à Trèves – d`Regioun zu Tréier – die Region zu Gast in Trier“ präsentiert der Jazzclub EuroCore am Sonntag, 22. Mai, ab 11 Uhr im Rokoko-Festsaal des Kurfürstlichen Palais in Trier zum 25. Mal Studierende der „klassischen Musik“ des Conservatoire de Musique de Luxembourg, des Conservatoire National de Région de Metz sowie Schüler der Musikpädagogen Ursula Bauer (Gesang) aus Trier und Gabriele Remer (Klavier) aus Konz.
Das aktuelle Programm der Veranstaltung umfasst Werke von Bach, Mozart, Beethoven, Brahms, Chopin, Debussy, Fauré, Rossini, Bartok, Rachmaninoff und Gershwin.

 

 

Kultur vor Ort Podium vielversprechender Talente
Artikel „Trierischer Volksfreund“ vom 22.11.2005 (in Auszügen)
Von unserer Mitarbeiterin Anke Emmerling

 

Trier. Vielversprechende musikalische Nachwuchstalente aus Metz, Luxemburg und Trier präsentierten sich beim Podium Junger Künstler im Kurfürstlichen Palais. Die Matinee bot einen abwechslungsreichen Querschnitt durch klassische Instrumental- und Vokalmusik… Die Gäste, darunter Schirmherr Landtagspräsident Christoph Grimm, erlebten anspruchsvolle Vielfalt auf teilweise hohem Niveau. ….
…Trier präsentierte sich mit von Ursula Bauer und Gabriele Remer ausgebildetem Klavier- und Gesangsnachwuchs. …viel Applaus erhielt der junge Bariton Tim Heisse, der stimmlisch, aber auch mimisch sowohl im Mozart-Duett als auch in Musicalmelodien von Gershwin überzeugte. Mira Göbel, Duettpartnerin von Heisse und Michaela Wiedemann, beide Sopran, trugen in Begleitung von Miriam Thinnes und Larissa Boie (Klavier) sowie Franziska Embach (Klarinette) Solokostproben ihrer ausbaufähigen Stimmen vor, unter anderem in Arien von Mozart oder Mendelssohn Bartholdy. Sie überzeugten aber vor allem gemeinsam im leichten swingenden Ausklang „Now you has Jazz“ von Cole Porter. Alles in allem hinterließ dieses ansprechende Konzert das beruhigende Gefühl, dass man sich um motivierten und talentierten Nachwuchs an Musikern in dieser Region keine Sorgen machen muss!

 

 
Zehn Jahre Gesang
Artikel "Trierischer Volksfreund" vom 06.07.2004

TRIER. (red) „Vorhang auf!“ ist das Motto eines Konzerts, zu dem die Gesangsklasse Ursula Bauer anlässlich ihres zehnten Jubiläums am Sonntag, 11. Juli, um 18 Uhr in die Aula des Hindenburg-Gymnasiums Trier (HGT) einlädt.
Einige der mitwirkenden Schüler des Konzerts „Vorhang auf!“ am Sonntag im HGT kommen aus dem Raum Bitburg. Drei davon sind Gesangs-Stipendiaten der Dr.-Hanns-Simon-Stiftung Bitburg.
Aufgeführt werden Querschnitte aus Oper (Mozarts „Don Giovanni“, Lortzings „Der Waffenschmied“, Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“), Operette (Strauss‘ „Der Zigeunerbaron“) und Musical (Kerns „Show Boat“, Loewes „My fair Lady“). Aufführende sind derzeitige und ehemalige Schüler der Gesangsklasse von Ursula Bauer aus Trier.
Am Klavier begleitet Christian Hill aus Konz.
Die Moderation übernimmt Hajo Müller. Der Eintritt ist frei.

 

 

 
Start mit Solisten
Artikel "Trierischer Volksfreund" vom 05.05.2004
 "Pluwiger Sommer" wird am Sonntag eröffnet

 (dis) Die Veranstaltungsreihe „Pluwiger Sommer 2004“ startet am Sonntag, 9. Mai, um 11.15 Uhr auf dem Kirchplatz mit einer Matinee.
Vier Solisten der Gesangsklasse Ursula Bauer aus Trier interpretieren Werke von Mozart, Schumann, Brahms, Scherer, Gershwin und Porter.
Unter dem Motto „Liederreise“ erleben die Zuhörer Arien, Duette, Songs und Ensembles. Sie werden von den Gesangssolisten Monika Hecken (Sopran) aus Trier, Monika Weber (Sopran) aus Lampaden, Carsten Emmerich (Bariton) aus Pluwig und Tim Heisse (Bass) aus Trier dargeboten. Am Klavier werden die Solisten von Christian Hill aus Konz begleitet.
Die Besucher können sich auf ein abwechslungsreiches musikalisches Matineeprogramm zum Muttertag freuen. Bei schlechtem Wetter wird die Veranstaltung ins Bürgerhaus verlegt. Der Eintritt ist frei. Zur Veranstaltung werden auch Weine von Ruwerwinzern angeboten. Die weiteren Ereignisse dieser Serie wird der Trierische Volksfreund rechtzeitig ankündigen.

 

 

Artikel von Dieter Lintz,“Trierischer Volksfreund“ vom 20.01.2004
Der lange Weg zur Gesangskunst

 

TRIER. „Singe, wem Gesang gegeben“, formulierte einst Dichterfürst Ludwig Uhland. Was aber tun, wenn das Bedürfnis zu singen größer ist als die natürliche Gabe? Für solche Fälle gibt es ausgebildete Profis wie die Trierer Gesangslehrerin Ursula Bauer.
Von unserem Redakteur
DIETER LINTZ

 

 

Volle Konzentration: Ursula Bauer und Carsten Emmerich.
Foto: Hans Krämer

 

Carsten Emmerich schnaubt wie ein Walross. Immer wieder pustet er Luft durch die halb geschlossenen Lippen, um anschließend den Kopf an die Tür zu lehnen, die Arme baumeln zu lassen und laut „huhuhu“ zu intonieren.
Nein, wir sind nicht bei der Neuverfilmung von „The Shining“, und Carsten Emmerich ist kein Mann am Rande des Nervenzusammenbruchs, sondern ein grundsolider Sänger vom Chor des Trierer Stadttheaters. Aber Gesangstraining ist Leistungssport, und so erinnert sein Einstieg in die Gesangsstunde nicht von ungefähr an eine Aufwärm-Übung unter Fußball-Profis.
Nur dass es hier keinen Trainer gibt, sondern eine Trainerin. Das zehn Quadratmeter große, von Notenheften und Musikbüchern gesäumte Zimmerchen in der Eberhardstraße ist die „Coaching Zone“ von Ursula Bauer. Rund 30 Schüler zwischen 14 und 50 unterrichtet die Gesangslehrerin. Das Einzugsgebiet reicht von Koblenz bis Saarbrücken. Zum Klienten-Kreis gehören angehende Berufssänger, die sich auf Vorsingen vorbereiten ebenso wie „Amateure“, die ihre Stimme weiterbilden wollen. Oder professionelle Chorsänger wie Carsten Emmerich, die ihr Handwerkszeug verbessern.
Seine „Mitschülerin“ Monika Hecken hätte sich einen künstlerischen Beruf durchaus vorstellen können, aber Studium, Job und Kinder wiesen in eine andere Richtung. Nun probt sie Mozart-Arien „aus Spaß an der Freude“. Ein harter Job, sagt Ursula Bauer, Mozart „wirkt leicht, ist aber sauschwer“. Monika Hecken arbeitet sich durch die Koloraturen, bewältigt den Notenberg. „Sehr schön, aber das Ganze bitte jetzt mit mehr Emotionen“, fordert die Lehrerin. „Das auch noch“, kommt prompt die Antwort.
Singen ist Arbeit, Leichtigkeit stellt sich erst bei Perfektion ein. „Die Zunge ist der ärgste Feind des Sängers“, schmunzelt Ursula Bauer – ein Feind, den zu beherrschen man lernen muss.
Dass man Unterricht braucht, um sich ein Instrument anzueignen, gilt allgemein als Selbstverständlichkeit. Wer aber bekennt, dass er Geld und Zeit investiert, um seine Stimme schulen zu lassen, stößt gelegentlich auf verständnisloses Schulterzucken. Dabei ist das menschliche Gesangs-Organ komplizierter als jedes Instrument. Das beginnt beim richtigen Atmen und hört beim korrekten Bewegen der Lippen noch lange nicht auf.
Machen lässt sich vieles: Die Reichweite der Stimme nach oben und unten behutsam ausdehnen, die Artikulation verbessern, die Stimmband-Schwingungen harmonisieren. Aber bis zur wahren Gesangskunst ist es „ein langer Weg“, bekräftigt Ursula Bauer. Sie muss es wissen, ist sie mit ihrer markanten Alt-Stimme doch seit Jahren eine gefragte Konzertsängerin. Musikwissenschaft und Musikpädagogik hat sie studiert, ebenso wie das Opernfach.
Mit 30 dauerhaften Schülern lässt sich die Existenz durchaus sichern. Da kann es schon mal vorkommen, dass die Lehrerin Bauer einem potenziellen Schüler davon abrät, bei ihr Unterricht zu nehmen, „weil das eine verschwendete Investition wäre“.
Carsten Emmerich hat unterdessen das warm-up beendet. „So, dann wollen wir jetzt mal unser geliebtes i üben“, gibt die Pädagogin vor. Der Sänger schaut drein, als habe ihm der Zahnarzt den Bohrer gezeigt. Aber dann wird trainiert, was das Zeug hält. Schließlich heißt es, fit zu sein, wenn die Gesangsklasse Ursula Bauer am 11. Juli in die HGT-Aula zum Festkonzert aus Anlass des zehnjährigen Bestehens einlädt.

 

 
KONZERTE
Artikel "Trierischer Volksfreund" vom 15.09.2003

 Trier. Zur Eröffnung des neuen Konzertraums im Musikhaus Reisser gestalten vier Schüler der Gesangsklasse Ursula Bauer, Trier, am Sonntag, 28. September, 11 Uhr, eine Matinee mit Werken von Mozart, Schumann, Brahms, Scherer, Gershwin und Porter. Am Klavier werden Monika Hecken, Monika Weber (beide Sopran), Carsten Emmerich (Bariton) und Tim Heisse (Bass) von Christian Hill begleitet.

 

 
SCHÜLERKONZERT
Artikel "Trierischer Volksfreund" vom 07.07.2003

 „DIE MACHT DER MUSIK“ lautet der Titel eines Schülerkonzertes der Gesangsklasse Ursula Bauer (Foto) am Sonntag, 13. Juli, 18 Uhr, im Römersaal der Vereinigten Hospitien/Trier. Auf dem Programm stehen Lieder, Arien, Songs, Ensembles und Chöre von Händel, Mendelssohn Bartholdy, Mozart. Als Instrumentalisten wirken mit: Bernhard Schleimer (Klavier) und Claudia Steffes-Maus (Querflöte).