25.09.2012 – Ein bunter Teppich, aus Tönen gewebt

Ein bunter Teppich, aus Tönen gewebt

Artikel „Trierischer Volksfreund“ vom 25.09.2012

Bericht und Foto (©) von unserem Mitarbeiter Jürgen Boie

„Es tönen die Lieder“: Der Titel war Programm im Konzert der Gesangsklasse
Ursula Bauer im Kloster Karthaus. 18 Schülerinnen und Schüler der Trierer Gesangspädagogin begeisterten das Publikum im vollen Festsaal
mit Abend-, Wiegen- und Volksliedern.

Die Magd (Ute Arens) betört mit Charme und Unschuld und der Werbende (Michael Molter) zückt den Ring.

Konz-Karthaus. Das Liedgut jenseits von Klassik und Pop ist ein Genre, das allmählich seinen Platz im musikalischen Leben zurückerobert. Hochrangige Komponisten wie Johannes Brahms, Franz Schubert oder Robert Schumann haben sich neben ihren Orchester- und Kammermusikkompositionen auch dem Volkslied gewidmet und Melodien kreiert, die nach wie vor zum hiesigen Kulturgut gehören.

Bei „Guten Abend, gut’ Nacht“ oder Schlaf, Kindchen, schlaf“ hat jeder sofort die Melodie im Ohr. Gesangspädagogin Ursula Bauer hatte mit ungefähr der Hälfte ihrer derzeitigen Schülerinnen und Schülern ein Programm zusammengestellt, das sich rund um dieses Liedgut bewegte.

Neben Solodarbietungen gab es auch zahlreiche Chorweisen. „Alle meine Schüler singen auch in Chören, insofern brauchten wir nur wenige Proben, um diesen Gesamtklang hinzubekommen“, freute sich Ursula Bauer über das ausgezeichnete Zusammenwirken ihrer Schüler. Bauers Schüler, zwischen 16 und 59 Jahren alt und ausschließlich Amateure, die aus reiner Freude an der Musik singen, sind, wenn sie die Bühne betreten, in der Regel schon einige Jahre bei ihr in der Ausbildung. Der Erfolg war hörbar. Moderator Dieter Lintz stellte begeistert fest, dass das Qualitätsniveau sehr hoch sei.

Wesentlich zum sehr guten Gelingen trug auch die Klavierbegleitung von Gabriele Remer bei. Remer hielt stets engen Kontakt zu den Solisten beziehungsweise zur Dirigentin Bauer bei den Ensemble-Stücken und schuf so den Teppich, auf dem die Sänger sicher laufen konnten. Exzellent, wie sie sich in Dynamik und Tempo an die Bedürfnisse der Vokalisten anpasste. Dass zum Teil neben dem Gesang auch schauspielerische Einlagen den musikalischen Inhalt unterstützten, trug ein gutes Stück zur großen Begeisterung im Publikum bei. Langanhaltender Beifall und zwei Zugaben rundeten einen äußerst unterhaltsamen Nachmittag wunderbar ab. jbo

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